Wer liebt schon Rohrbrüche? – Über die ideologische Sprachschlacht des 1. Mai

Alle Jahre wieder müssen sich engagierte Bürger in Deutschland der politischen Gretchenfrage stellen: Am 1. Mai lieber heftig chillen oder heftig für Arbeitsrechte kämpfen?

Dass sich diese Entscheidung so seltsam aufgeladen anfühlt, hat seinen Ursprung in der langen Geschichte des 1. Mai.  Engagierte Bürger können nichts dafür, dass sie gerne chillen wollen, obwohl sie Arbeitsrechte verteidigen sollten – sie haben ohnehin alle Hände voll mit ihrem jährlichen Burnout.

Der 1. Mai trägt zwei Namen: „Tag der Arbeit“ und „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“. Die Sprache klingt ähnlich, meint aber jeweils Gegensätzliches. Und trotzdem existieren die beiden Bezeichnungen nur zusammen.

Die ideologischen Erzählungen rund um die Themen des 1. Mai kann man sich so vorstellen wie ein Haus (Ökonomie kommt übrigens von altgr. οἶκος, das Haus). Unten ist das Erdgeschoss, oben der 1. Stock – und dazwischen die tragenden Wände.

Der 1. Stock ist die Beletage, in der verschiedene regierende Herrschaften wohnen. Im Erdgeschoss wohnt das Volk, ebenfalls in diversen Gruppierungen. Und die Wände kann man sich als ideologische Erzählungen vorstellen, die die Gesellschaft in verschiedenen Kombinationen über sich selbst führt. Das in diesem Artikel analysierte Haus ist ein Diskurshaus. Sein Gegenstück ist das Haus der Materialschlacht, das wir hier zu ideologietheoretischen Zwecken ausblenden müssen.

Ohne die tragenden Wände des Diskurshauses gäbe es weder den „Tag der Arbeit“ noch den „Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse“. Es gibt schließlich auch keinen 1. Stock ohne ein Erdgeschoss, und beide Geschosse wären ohne tragende Wände keine richtigen Wohneinheiten.

Der entscheidende Gegensatz zwischen den sprachlichen Wendungen „Tag der Arbeit“ und „Kampftag“ liegt zwischen Top-Down-Bewegungenund Bottom-Up-Bewegungen.

Bottom-Up: Die Bewohner des Erdgeschosses formieren sich zu einer größeren Gruppe und starten Aktionen, die sich wahlweise gegen die Bewohner des 1. Stocks persönlich, wahlweise aber auch gegen die tragenden Wände richten, die den 1. Stock als Aufenthaltsort ermöglichen.

Top-Down: Es wird vom 1. Stock aus entschieden, dass die Leute im Erdgeschoss den 1. Mai gefälligst als Errungenschaft der Gesamtgesellschaft, vor allem aber der Herrschenden zu feiern hätten.

Randbemerkung 1: Schöner wäre die Welt sicherlich, wenn die gesamte Menschheit eine Hippie-WG im Erdgeschoss mit Gartenzugang wäre, oder? Da bräuchte man keinen 1. Stock und die Wände wären bunt tapeziert. Andererseits hat man ohne Beletage keine gute Aussicht über die Stadt …

Leute, die sich dem 1. Stock näher fühlen, reden am 1. Mai oft davon, dass der „Tag der Arbeit“ gebührend anerkannt werden müsse. Das ist ja völlig unproblematisch, möchte man meinen – denn wer mag nicht gerne Arbeit? Arbeitgeber wollen Arbeit, Arbeitnehmer wollen arbeiten, der Staat organisiert die Arbeitsbedingungen, Arbeit ist für alle gut, wir profitieren alle, wir ziehen am selben Strang, wir sind uns alle einig, Wirtschaftswachstum hier und da, Leistung lohnt sich, toll, toll, toll.

Nun.

Das sehen die Erdgeschossbewohner oft anders, denn sie werden von Zeit zu Zeit mit einer Flut von verbalen Peitschenhieben aus dem 1. Stock traktiert, die in Form eines regelrechten Rohrbruches durch die Wände des Hauses in ihre Wohneinheiten gelangen.

Wer einen Rohrbruch schonmal erlebt hat, weiß: Der miefende Abflussgeruch ist olfaktorisch gar nicht so gut einzugrenzen! Stinkt’s im Bad, stinkt’s überall! Das kann man nur sehr schwer ausblenden!

Im Titel „Tag der Arbeit“ steckt demnach ein diskursiver Haufen Ideologie, der von der Beletage via diskursivem Rohrbuch zum Erdgeschoss gelangt. Das funktioniert nach dem noch unbekannten ABBA-Prinzip.

Mit ABBA ist weder Musik noch Elfmeterschießen gemeint, sondern die Tatsache, dass in ideologisch aufgeladenen Äußerungen oft A gesagt, dabei aber B getan wird. Im Umkehrschluss wird B diskursiv zu A gemacht. „Alles bleibt beim Alten“ ist dabei weniger Methode als das Ziel von Ideologie.

Das Prinzip ABBA lässt sich in beliebten Kritiken am Begriffspaar „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ finden: Sind es nicht vielmehr die Arbeiter, die den Konzernchefs ihre Arbeit geben, und sind es nicht die Konzernchefs, die diese Arbeit nehmen, aus ihr Kapital schöpfen und damit an die Börse gehen?

„Tag der Arbeit“ ist als ideologische Wendung ziemlich eindeutig: Es geht um die Arbeit, nicht um Arbeiter.

Dass Bundeskanzler Friedrich Merz im Mai 2024 noch darüber spricht, dass „die Wirtschaftspolitik“ wieder verlässlich sein müsse und dabei fröhlich in den Neoliberalismus deepdived, zeigt, wie wenig arbeiterfreundlich die aktuell regierende Partei ist.[1]

Die Weltsicht der CDU basiert auf dem nach Außen postulierten Glauben an den Trickle-Down-Effekt. Als gäbe es in Merz‘ Diskurshaus plötzlich richtige Rohre, durch die richtiges Gold von oben nach unten fließt, damit die Wohnungen im Erdgeschoss es schöner haben!

*Merz-Rednerstimme an* Denn eins muss klar sein, Herr Merz! – *Kunstpause* Ideologische Redewendungen sind keine metallenen Euros! Es handelt sich hierbei vielmehr – – um nichts als heiße Luft. (Stimme geht am Ende des Satzes resigniert nach unten) *Merz-Rednerstimme aus*

Was der aktuelle Chef der BRD in seinem Sprachrohr mehr oder weniger elegant durch einen Stinke-Rohrbruch weiterleitet, ist: dass seiner Partei Arbeiter völlig egal sind. Das zeigen geplante Steuergeschenke an reiche Menschen, Kürzungen im Sozial- und Gesundheitsbereich[2] sowie diskriminierende und rassistische Äußerungen gegenüber schwer schuftenden Migranten und Migrantinnen. Und das zeigt nicht zuletzt die unter den Teppich gekehrte Tatsache, dass seine Partei mit dem Vorschlag gespielt hat, den 1. Mai als Feiertag gleich ganz abzuschaffen.

Ausgerechnet das Rohr, das via Trickle-Down für den Wohlstand des Erdgeschosses sorgen sollte – schließlich seien „wir alle“ eine Gemeinschaft! –  wird diskursiv wie materiell von der CDU blockiert. Gleichzeitig wird die von den Herrschenden gefasste Einsicht, dass diese Wohlstandsblockade für alle hilfreich sei, als wissenschaftlicher Fakt zementiert. Das Ergebnis: Eine den Status Quo versteinernde TINA-Mentalität, von der Kapitalisten aller Art seit jeher Fan sind.

Kein Wunder, dass die Leute im EG sauer über die Servicewüste Deutschland werden. Das Personal der Hausverwaltung war eindeutig schonmal besser!

Im Erdgeschoss kommt nicht nur an, was der 1. Stock beschließt und was dann als Rechnung im Briefkasten oder Abwassergeruch in der Dusche landet. Es kommt auch an, was im „System Neoliberalismus“ grundsätzlich schiefläuft:

  1. Das Ziel, den Kapitalismus ohne Sozialstaat zum Funktionieren zu bringen, bedeutet, Menschen zu mehr Eigenleistung anzutreiben. Das ist nicht gleichbedeutend mit dem Ziel, dass es den Menschen als solchen gut gehen soll. Wie man sieht, widerspricht sich das sogar fundamental.

  2. Die o. g. Kürzungen bedeuten im ideologiebefreiten, materiellen Klartext: Wer sich für den CEO von Deutschland kaputtgearbeitet hat, sodass er ein Burnout bekommt, muss sich das schon selbst leisten können. Zuschüsse für die Kaputtgearbeiteten gibt’s nicht mehr!

  3. Der Trickle-Down-Effekt ist empirisch widerlegt und insofern eine weitere, von CDU & Konsorten aufrecht erhaltene Lüge. Das gilt im Sinne objektiver Studien, so z. B. der OECD-Studie von 2022, die u. a. zeigt, dass Steuerentlastungen keine signifikanten Effekte auf das Wirtschaftswachstum haben. Die Lüge lässt sich aber auch von subjektiven Arbeiter-Erfahrungen ableiten.

    Wie man also merkt, sind im Neoliberalismus nicht alle superreich und superglücklich, das Gegenteil ist der Fall.

    Randbemerkung 2: Wenn der Trickle-Down Effekt greifen würde, könnte man sich das so vorstellen wie bei Frau Holle: Von den Balkonen aus dem 1. Stock würden die Herrschenden ab und an eine Menge Gold auf den Garten im Erdgeschoss regnen lassen. Aber per KI-gestützter Drohnensteuerung und Gesichtserkennungssoftware von Palantir würde es nur auf die regnen, die man vorher als fleißig identifiziert hat! Oder wie ging das Märchen noch?

    Währenddessen kämpfen diejenigen, die nicht an die allgemeine Arbeiterfreundlichkeit der CDU glauben, in der Nachbarschaft des bundesdeutschen Diskurshauses um bessere Arbeitsbedingungen. Sie lassen sich nicht auf den Titel „Tag der Arbeit“ ein, weil sie – auch in ihrer weltformenden Sprache – für Menschen kämpfen wollen.

    Die PdL (Partei die Linke), andere sozialistische Verbände mit Hang zum Kommunismus sowie Gewerkschaften wählen den in der DDR geprägten Titel „Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“.[3] Das Wort „Solidarität“ taucht ebenfalls in Betitelungen für den 1. Mai auf, die sich an progressive und arbeiternahe Gruppen richten. [4]

    Im Jahr 2026 sind sich die Erdgeschossbewohner jedoch längst nicht einig über das Wie?, Wer?, Gegen Wen? des Kampfes. Evident ist, dass der politische Wind gegen CDU und SPD vor allem von rechts weht. Was sehr schlecht für Arbeiter ist!

    Die Ablehnung gegen alle Mitte-und-Links-Parteien manifestiert sich bei der AfD in extremen Wendungen gegen Migranten, was mit einer Position gegen Gewerkschaften und Arbeiterbewegungen verknüpft wird. Klingt unlogisch, ist aber so.

    Mit Formulierungen wie der vom „links-rot-grün verseuchten 68er-Deutschland“, wie Jörg Meuthen sie auf dem AfD-Parteitag 2016 tätigte, wendet sich die AfD nicht nur direkt gegen linke Bewegungen, sondern gegen das ganze, von Björn Höcke gerne undifferenziert und wie immer haarscharf an direkten Goebbels-Zitaten vorbei als „Altparteien“ bzw. „alte Kräfte“ verleumdete, politische System der BRD. Es klingt in solchen Reden so, als würden Gewerkschaften wie ver.di oder IG Metall mit Friedrich Merz unter einer Decke stecken. ABBA-Alarm 1!

    Die AfD bewegt den öffentlichen Diskurs rund um Arbeitszeit und Vergütung in Richtung Abschiebung, z. B. mit der irreführenden Aussage „Bürgergeld ist längst zum Migrantengeld geworden“, die im Regierungsprogramm des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Zuge der Landtagswahl 2026 gefasst ist. Dabei braucht der deutsche Staat Migration, um Wirtschaftswachstum und damit Bürgergeld gewährleisten zu können – Fachkräftemangel und so.  ABBA-Alarm 2!

    Die AfD vermarktet sich somit fleißig als die „wahre“ Stimme der Erdgeschossbewohner. Sie tut das, indem sie Hass und Hetze gegen diejenigen schürt, die es noch schlechter haben als die „kleinen Leute“ (die Metapher bräuchte an dieser Stelle eigentlich ein Kellergeschoss). Währenddessen machen sich die Parteifunktionäre der AfD schonmal gutgelaunt zur Wohnungsbesichtigung in der ersten Etage auf.[5]  ABBA-Alarm 3!

    Moment mal – ist das nicht gerade der Zusammenhang, der seitens der minikleinen, vom-Verfassungsschutz-als-gesichert-rechtsextrem-eingestufte-AfD-wählenden Leute immer bemängelt wird? Nämlich, dass „die da oben“ sich bereichern, dass sie lügen würden, dass ihnen deshalb nicht zu trauen sei? ABBA-Alarm 4!

    Und das letzte, große ABBA im Raum ist die Tatsache, dass die AfD behauptet, sie wolle sich keine Untertanenerziehen – jedenfalls postuliert sie das in ihrem Parteiprogramm. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich finde, sie macht grundsätzlich das Gegenteil, nämlich indem sie sich einen Mob heranzüchtet, der gefälligst der AfD-Elite gehorchen soll. Dabei wird Hass auf Ausländer geschürt, als wären sie an allem Schuld. Es wird A gesagt und (K)Z gemeint, und wenn jemand diesen Umstand anspricht, wird er gemeinsam mit allen anderen Feindbildern auf dem diskursiven Scheiterhaufen verbrannt. ABBA-Alarm 5!

    Ich stelle mir das Diskurshaus rund um die Themen des 1. Mai manchmal vor wie Hieronymos Bosch sich die Hölle im Garten der Lüste ausmalt: Eine kaputte, brennende, ewige Irrenanstalt, über die Luzifer nur lachen könnte. Die Diskurshölle wird in Faschismus ausarten, wenn sich die Demokraten nicht aufraffen. Die Regierung muss endlich verstehen, dass die „kleinen Leute“ zur Mistgabel greifen, wenn sie im Mist leben.

    Nebenbemerkung 3: Ich bin der festen Überzeugung, dass Luzifer den Faschismus allein deshalb uncool fände, weil er darin gar keine Relevanz mehr hätte. Die Banalität des Bösen (Arendt) nähmen die Menschen ihm ab und würden ihn und das gesamte Christentum sogleich vom Platz verweisen.

    Im Erdgeschoss hüpft man momentan also noch wild auf und ab, alles steht in Flammen. Die Leute schreien, aus dem 1. Stock brechen nach Fäkalien stinkenden Rohre nach unten durch und hinterlassen übelriechende Ideologie-Haufen im Erdgeschoss, die Erdgeschossbewohner spucken noch drauf, sie sind wütend. Die Wände der Ideologie werden mit Hammer und Meißel beackert, alle machen was kaputt, bauen neue Wände, setzen Brandmauern in Brand, kurzum: Die ganze Bude ist kurz vorm Zusammenbrechen.

    Statt ideologischer Rohrbrüche, die aufs Konto der Herrschaften aus der Beletage gehen, wäre es seitens der Regierung einen Versuch wert, echte Arbeiterfreundlichkeit zu praktizieren. Also ein Haus zu bauen, in dem sämtliche Leitungen noch funktionieren, in dem man als Erdgeschossbewohner gerne wohnt, das man gerne instand hält.

    Die Christlich-Demokratische Partei rufe sich in Erinnerung, dass die BRD in den Händen derjenigen ist, die die Hausbewohner versorgen, sie pflegen und immer wieder den fäkalienüberzogenen Boden wischen. Dazu gehören nicht nur Lohnarbeiter, sondern auch alle unbezahlten Care-Arbeiterinnen und -arbeiter.

    Die „kleinen Leute“ sind längst nicht nur weiße, männliche Arbeiter – sie sind Migranten, sie sind Frauen, sie sind Queers, sie sind Arbeitslose, die bis heute von den „Parteien der Mitte“ lediglich das Aufstiegsversprechen in den „besten Niedriglohnsektor Europas“ vorgesetzt bekommen.

    Das diskursive Erdgeschoss bleibt so lang stabil, bis es überflutet wird und alles aus den Fugen gerät. Doch gerade dann, wenn die Sprachrohre explodieren, lassen sich seine Bewohner offensichtlich nicht mehr mit Ideologie ruhigstellen.

    Die Dynamiken des Erdgeschosses sind vielfältig, beweglich und widersprüchlich, aber niemals bedeutungslos.

    Dass sich das Erdgeschoss unseres diskursiven Hauses für eine bessere Welt mobilisieren lässt, hat die Geschichte längst gezeigt. Wenn freiheitliche Kräfte es schaffen, mit ihren Ansichten zu überzeugen, kann die BRD vielleicht schon bald in eine kunterbunte Nachbarschaft einziehen, in der Kleiner Onkel und Herr Nilsson schon auf uns warten.


    [1] Von der sogenannten „Arbeiterpartei“ SPD und ihren ideologischen Verirrungen möchte ich gar nicht erst anfangen – seit Sigmar Gabriel Pegida-Demonstranten 2018 als „Pack“ bezeichnet hat, frage ich mich immer wieder, wohin die Reise mit der SPD noch gehen soll. Kurzum: Die SPD-Analyse ist too much für diesen Artikel.

    [2] Z. B. Leistugskürzungen bei den Krakenversicherungen, Vorhaben der höheren Medikamentenzuzahlung, Kürzungsvorhaben beim Bürgergeld.

    [3] Der offizielle DDR-Sound „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ ist heute etwas zu sperrig.

    [4] Das kommt nicht bei allen gut an, denn sicherlich gibt’s hier auch ABBA-Logiken, denn Natürlich gibt es auch bei der Linken und ver.di performative politische Akte, die eher als Karriereleiter für Einzelne dienen, als dass sie ehrlich am Wohl von Arbeitern interessiert wären. Hier spalten sich die Geister; aber Spaltung können progressive Kräfte gerade wirklich nicht gebrauchen.

    [5] Die AfD ist eine zutiefst neoliberale Partei (s. Jörg Meuthens Rede 2016, wobei er es hierin bestreitet, und die AfD als ordoliberal darstellt, aber: ABBA). Die AfD glaubt vermutlich nicht einmal mehr an den Trickle-Down-Effekt. Ihr Parteiprogramm legt diese Einschätzung an entscheidenden Stellen nahe: Abschaffung der Erbschafts- und Vermögenssteuer, Wiederherstellung des Bankengeheimnisses, Schuldenbremse.
    Analysen, dass die AfD nicht nur dem Wohlstand des kleinen Mannes, sondern darüber hinaus dem Wohlstand von ganz Deutschland und damit auch Europas erheblich schaden würde, wäre sie an der Macht, gibt es zuhauf: Im fachlich auf hohem Niveau angesiedelten Jacobin Magazin [Link zum entsprechenden Artikel], im Surplus Magazin [Link zum entsprechenden Artikel], für das dasselbe gilt, und auch die ZEIT veröffentlichte dazu eine stichhaltige Analyse [Link zum entsprechenden Artikel].

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